Hamburg hat zwei neue Europaschulen – in Poppenbüttel und Süderelbe

BSB-Newsletter vom 2. Oktober 2020

Europaschule
Schülerinnen und Schüler bei der Erasmus- und internationalen Projektarbeit.
Foto: © Stadtteilschule Poppenbüttel

Seit Beginn des Schuljahres dürfen die Stadtteilschule Poppenbüttel und das Gymnasium Süderelbe den Titel „Europaschule“ führen. Beide Schulen haben in den letzten Jahren die europäische Bildung mehr und mehr in ihren Schulprogrammen verankert. Sie bieten ihren Schülerinnen und Schülern ein umfangreiches Fremdsprachenangebot sowie eine Vielzahl von Möglichkeiten, die europäische Perspektive auf gesellschaftlich wichtige Themen in den Fokus zu nehmen. Coronabedingt ist der geplante Festakt bislang ausgeblieben. Die Stadtteilschule Poppenbüttel hat das jetzt in kleiner Runde nachgeholt, das Gymnasium Süderelbe plant eine Feierstunde für Ende Oktober.

„Das ist eine wunderbare Auszeichnung!“ Dorothee Wohlers, Leiterin der Stadtteilschule Poppenbüttel, ist mächtig stolz auf die Zertifizierung. „Seit acht Jahren nimmt die europäische Bildungsarbeit immer mehr Raum in unserem schulischen Handeln ein“, berichtet sie. So gebe es eine Schulpartnerschaft mit Rumänien, einen Schüleraustausch mit den Niederlanden und das Oberstufenprofil „SkandiNa-via“ – ein in Hamburg einmaliges Profil mit inhaltlichem Schwerpunkt auf den Sprach- und Kulturraum Skandinavien.

Auch die zweite neue Europaschule, das Gymnasium Süderelbe, lebt den Europagedanken seit vielen Jahren: Seit 2002 gibt es einen französisch-bilingualen Zweig und seit 2010 verlassen jedes Jahr Schüler nicht nur mit dem Abitur die Schule, sondern zugleich mit dem französischen Baccalauréat. Seit 2010 nimmt das Gymnasium außerdem regelmäßig an Kooperationsprojekten europäischer Schulen teil, in denen europäische Zukunftsfragen, etwa zur Energieversorgung oder Mobilität, von Schülern aus Polen, Finnland, Estland und Frankreich gemeinsam bearbeitet werden. „Wir freuen uns, dass unser breites Engagement für das Thema Europa jetzt durch die Auszeichnung als Europaschule gewürdigt wird“, so Schulleiter Thomas Fritsche.

Die Zertifizierung „Europaschule“ wird von der Schulbehörde nach bundesweit geltenden Kriterien für fünf Jahre vergeben. Derzeit dürfen neben der Stadtteilschule Poppenbüttel und dem Gymnasium Süderelbe noch sechs weitere allgemeinbildende und berufliche Schulen diesen Titel führen.
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